Klimaschutzkonzept

Das Klimaschutzkonzept

Das „Klimaschutzkonzept für die klimafreundliche Wärme- und Kältenutzung im Landkreis Rastatt und seinen angehörigen Kommunen“, das zum 31. Dezember 2021 fertiggestellt wurde, stimmt die Energieträgerangebote in den Kommunen mit den verschiedenen Wärme- und Kältebedarfen aufeinander ab. Es stellt die Grundlage für eine strategische Wärme- und Kälteversorgungsplanung dar und bietet auch Anhaltspunkte für technische Umsetzungen. Bürgern, Unternehmen sowie der öffentlichen Verwaltung werden dadurch Möglichkeiten eröffnet um aktiv zur Treibhausgas-Minderung im Landkreis beitragen zu können und dabei selbst von den Kosteneinsparungen zu profitieren.

Zu den wesentlichen Bestandteilen des Klimaschutzkonzepts gehörte eine Bestandsaufnahme innerhalb der Kommunen und die Erstellung einer Energie- und Treibhausgasbilanz. Auf Grundlage dieser Daten wurden verschiedene Entwicklungspotentiale und Szenarien erarbeitet. Anhand von Treibhausgas-Minderungszielen und Versorgungsstrategien wurden anschließend sowohl Maßnahmen auf Landkreisebene als auch für ausgewählte Fokusgebiete konzipiert. Die Maßnahmen können technischer oder baulicher Natur sein, aber auch der Prozessunterstützung, der Sensibilisierung oder dem Informationsmanagement dienen.

Zentraler Bestandteil des Konzepts war zudem eine umfassende Akteursbeteiligung. Mit Hilfe eines partizipativ gestalteten Prozesses wurden Erfahrungen und Ideen von diversen Akteuren in den Vorgang der Konzepterstellung eingebunden. Dadurch konnten lokale Gegebenheiten effektiv aufgenommen und angepasste Maßnahmen entwickelt werden. Ziel ist nun, die geschaffenen Strukturen und Netzwerke auszubauen und zu konkretisieren. Auf diese Weise können die entwickelten Maßnahmen des Klimaschutzteilkonzepts effektiv umgesetzt und der Klimaschutz auch in Zukunft fest in den Kommunen integriert werden.

 

Nachfolgend das finalisierte Klimaschutzkonzept zur Ansicht:

Klimaschutzkoordination Landkreis Rastatt

Zum 01.09.2023 wurde die neu geschaffene Stelle der Klimaschutzkoordination erstmals besetzt. Dabei handelt es sich um eine im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) geförderte Stelle, welche beim Landratsamt angesiedelt ist und entsprechend auf Landkreisebene agiert. Die Klimaschutzkoordination fungiert dabei als Bindeglied zwischen dem Landkreis/Landratsamt, den landkreiseigenen Kommunen und der Energieagentur. Mit der Klimaschutzkoordination werden vor allem jene Kommunen aktiviert, die mit ihren Klimaschutzbemühungen noch am Anfang stehen oder die für eigene Bemühungen keine Kapazitäten haben.

Die Klimaschutzkoordinatorin hat bereits zahlreiche Beratungsgespräche mit den Kommunen geführt und sie bei der Umsetzung von Maßnahmen unterstützt, Veranstaltungen organisiert, Netzwerke gegründet und gepflegt (z. B. ein Netzwerk der untere Baubehörden im LK zu Themen wie PV und GEG) sowie neue Projekte initiiert. Die Federführung bei der Teilnahme des Landkreises am Wettbewerb „Leitstern Energieeffizienz“ läuft ebenfalls über die Klimaschutzkoordination.

Gemeinsam mit den Kollegen der nachhaltigen Mobilität des Landkreises wurde 2024 erstmals eine Jahreskommunalkonferenz zu den Themen Klimaschutz und Mobilität abgehalten, woran 20 der 23 landkreiseigenen Kommunen teilgenommen haben. Darüber hinaus wurde für die Kommunen ein regelmäßiger Austausch mit dem Landratsamt eingerichtet. Die digitalen Treffen widmen sich jeweils einem konkreten Thema und bieten den Teilnehmenden durch Vorträge und Fragrunden eine niederschwellige Möglichkeit sich weiterzubilden und auszutauschen.

Für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis wird seit 2025 eine Beratungskampagne mit Veranstaltungsabenden und Beratungsstunden durchgeführt. Zudem werden laufende und offene Maßnahmen aus dem Teil-Klimaschutzkonzept umgesetzt.

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