Woche der Klimaanpassung

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2. September 2026

Woche der Klimaanpassung – Klimawandel? Anpassung jetzt!

Egal ob Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen, Ernteausfälle, Wasserknappheit, Migration und Hitzetote: Der menschengemachte Klimawandel ist so präsent wie noch nie. Aus diesem Grund kommen Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz eine besondere Bedeutung zu. Nicht zu vernachlässigen ist darüber hinaus die Klimaanpassung, denn die erwähnten Folgen des Klimawandels belasten das Individuum, die Gesellschaft, Kommunen, Unternehmen und auch die Politik. Daher ist es nicht erstaunlich, dass es sogar eine Woche der Klimaanpassung gibt.

Doch was versteht man unter Klimaanpassung, auch Adaption genannt? Schon die Bezeichnung verweist auf das Ziel, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Konkrete Maßnahmen und Strategien wären z.B. die Nutzung hitzeresistenter Pflanzen, die Erhöhung von Deichen und Dämmen oder die Errichtung öffentlicher Trinkbrunnen.

Die Klimaanpassung ist aufgrund der verheerenden Folgewirkungen des Klimawandels also eine unverzichtbare Voraussetzung für die Sicherung menschlicher Lebensgrundlagen. Um auf die existentielle Bedeutung aufmerksam zu machen, hat das Zentrum „KlimaAnpassung“ die „Woche der Klimaanpassung“ in Kooperation mit dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) etabliert. Im Jahr 2026 findet diese zum sechsten Mal über ganz Deutschland verteilt statt. Dieses Jahr vom 14. bis zum 20. September. Die Ziele dieser Woche sind, Maßnahmen der Anpassung hervorzuheben sowie die Beteiligten an der Klimaadaption sichtbar zu machen. Jedes Jahr beteiligen sich zahlreiche Personen mit Vorträgen, Informationsständen und vielem mehr, was die Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Kommunen und der Gesellschaft verdeutlicht.

Da der Landkreis Rastatt und der Stadtkreis Baden-Baden Teil der Oberrheinebene sind, ist auch diese Gegend besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen. Die Oberrheinebene ist eine Tiefebene entlang des Rheins. Sie zeichnet sich durch ein warmes, trockenes und sonniges Klima aus. Die umliegenden Mittelgebirge halten kalte Luft ab, während die geringe Höhenlage für höhere Temperaturen sorgt.

Die Lufttemperatur im Landkreis Rastatt stieg verglichen zum Mittelwert der Jahre zwischen 1961-1990 um 1,34 °C in dem Zeitraum 1996-2025. Die Klimaszenarien für die ferne Zukunft weisen sogar auf eine noch höhere Erwärmung hin: Bei dem moderaten Szenario mit mittleren Emissionen (auch RCP 4.5 genannt) wird von 1,6 bis 2,3 °C höherer Lufttemperatur in den Jahren 2071-2100 ausgegangen. Bei dem „Weiter-wie-bisher-Szenario“ (RCP 8.5) wird sogar eine Temperatursteigerung von 2,9 bis 4,3 °C erwartet.

Da die Auswirkungen des Klimawandels in der Region sehr deutlich spürbar sind, ist auch hier die Klimaadaption unvermeidbar. Daher gehen auch der Landkreis Rastatt und der Stadtkreis Baden-Baden das Thema Klimaanpassung ambitioniert an. Sie erarbeiten aktuell ein Klimaanpassungskonzept für den Land- und Stadtkreis sowie die Städte und

Kommunen. Im Rahmen der Woche der Klimaanpassung gibt es auch weiterhin die Möglichkeit sich über die Öffentlichkeitsbeteiligung am Klimaanpassungskonzept teilzunehmen ebenso wie Ideen & Wünsche einzubringen. Zudem gibt es noch eine Umfrage bis zum 20. September 2026 zum Thema Klimaanpassung in Baden-Baden und Landkreis Rastatt. Teilnehmende können u.a. Ideen und Wünschen für zukünftige Maßnahmen äußern. Nehmen Sie gerne Teil und bestimmen Sie mit: https://survey123.arcgis.com/share/c83b7e791f6b43f9a2baad733b714806

Ganz auf die Anpassung an den Klimawandel zu setzen wäre aber dennoch zu einseitig. Um die Ursachen der Klimaadaption zu bekämpfen, müssen wir aktiv zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Durch den menschengemachte Klimawandel greift der Mensch massiv in das Ökosystem Erde ein. Neben den heute schon spürbaren Folgen wird es weitere Auswirkungen geben. Besonders das Übersteigen bestimmter Schwellenwerte, sogenannten „Kipppunkten“, kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit irreversible Schäden hervorrufen. Um es nicht so weit kommen zu lassen, ist das Engagement in Sachen Umwelt- und Klimaschutz des Einzelnen, der Gesellschaft, der Unternehmen und der Politik unverzichtbar und notwendig. Denn jedes Zehntel Grad weniger Erwärmung zählt im Hinblick auf eine lebenswerte Umwelt. Darüber hinaus sind Klima- und Umweltschutz unumgänglich, da die Kosten für die Klimaanpassung umso höher ausfallen, je weiter der Klimawandel voranschreitet.

Ideal sind daher eine Kombination aus Klima-, Umweltschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen. Ein Beispiel wäre die Kombination aus Dachbegrünung und Photovoltaikanlagen. Begrünte Dächer können Niederschlagswasser zurückhalten und dadurch die Kanalisation bei Starkregen entlasten. Zudem tragen sie durch Verdunstung zur Kühlung der Umgebung bei und schaffen Lebensräume für Pflanzen und Tiere. In Kombination mit Photovoltaikanlagen können weitere Synergien entstehen. Die Begrünung kann die Umgebungstemperatur der PV-Anlagen reduzieren, wodurch deren Wirkungsgrad insbesondere bei hohen Temperaturen verbessert werden kann. Gleichzeitig trägt die Photovoltaikanlage zur emissionsarmen Stromerzeugung und damit zum Klimaschutz bei.

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